15-Monats-Frist
Mindestabstand zwischen zwei Mieterhöhungen
Zwischen zwei Mieterhöhungen nach § 558 BGB müssen mindestens 15 Monate liegen. Liegt die letzte Erhöhung weniger als 15 Monate zurück, ist ein neues Mieterhöhungsverlangen unwirksam.
Die wichtigsten Begriffe rund um Mieterhöhungen – verständlich erklärt, ohne Juristen-Deutsch.
36 Einträge
Mindestabstand zwischen zwei Mieterhöhungen
Zwischen zwei Mieterhöhungen nach § 558 BGB müssen mindestens 15 Monate liegen. Liegt die letzte Erhöhung weniger als 15 Monate zurück, ist ein neues Mieterhöhungsverlangen unwirksam.
Gebiet mit besonders hohem Mietdruck
Ein angespannter Wohnungsmarkt liegt vor, wenn die ortsübliche Vergleichsmiete in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist und der Wohnungsbestand knapp ist. In solchen Gebieten gelten eine verschärfte Kappungsgrenze von 15 % und die Mietpreisbremse bei Neuvermietung.
Jahr der Fertigstellung des Gebäudes
Das Baujahr gibt an, wann das Gebäude errichtet wurde. Es fließt in Mietspiegel und Vergleichsmietenberechnung ein, weil Alter, Energiestandard und Ausstattung die ortsübliche Miete beeinflussen.
Laufende Kosten für die Bewirtschaftung des Gebäudes
Betriebskosten (oft als Nebenkosten bezeichnet) umfassen Ausgaben wie Wasserversorgung, Müllabfuhr, Hausmeister, Gartenpflege oder Allgemeinstrom. Sie werden gesondert von der Kaltmiete abgerechnet und unterliegen eigenen Regeln – nicht denen der Vergleichsmietenerhöhung.
Jährliche Abrechnung der Nebenkosten
Die Betriebskostenabrechnung stellt gegenüber, welche Nebenkosten im Abrechnungszeitraum tatsächlich angefallen sind und ob der Mieter zu viel oder zu wenig vorausgezahlt hat. Sie ist unabhängig von einer Mieterhöhung der Kaltmiete und muss innerhalb von zwölf Monaten nach Periodenende erfolgen.
Monatliche Vorauszahlung auf Nebenkosten
Die Betriebskostenvorauszahlung ist ein monatlicher Abschlag auf laufende Nebenkosten wie Wasser, Müll oder Hausmeister. Sie wird gesondert von der Kaltmiete abgerechnet und ist nicht Gegenstand einer Vergleichsmietenerhöhung nach § 558 BGB.
Nachfass-Schreiben bei ausbleibender Reaktion
Ein Erinnerungsschreiben weist den Mieter darauf hin, dass die Zustimmungsfrist für ein Mieterhöhungsverlangen abläuft oder bereits abgelaufen ist. Es ersetzt kein neues Mieterhöhungsverlangen, kann aber den Prozess dokumentieren und zur Zustimmung auffordern.
Zustimmung durch Schweigen des Mieters
Stimmt der Mieter nicht innerhalb der Zustimmungsfrist ausdrücklich zu oder widerspricht, gilt die Mieterhöhung als genehmigt. Der Vermieter kann die neue Miete dann ab dem übernächsten Monat verlangen.
Automatische Überwachung wichtiger Termine
Das Fristen-Tracking in Mietluchs erinnert Sie an Zustimmungsfristen, Wirkungsdaten und weitere Meilensteine eines Mieterhöhungsvorgangs. So behalten Sie den Überblick, ohne Fristen manuell zu verfolgen.
Miete gekoppelt an den Verbraucherpreisindex
Bei einer Indexmiete orientiert sich die Miete am Verbraucherpreisindex. Erhöhungen erfolgen nicht über § 558 BGB, sondern nach den vertraglichen Indexklauseln. Mietluchs unterstützt Indexmietverträge derzeit nicht.
Maximaler Mietanstieg innerhalb von drei Jahren
Die Kappungsgrenze begrenzt, um wie viel Prozent die Miete innerhalb von drei Jahren steigen darf. In der Regel sind das 20 %, in vielen Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt nur 15 %. Die tatsächliche Erhöhung darf weder die Vergleichsmiete noch die Kappungsgrenze überschreiten.
Tonfall des Mieterhöhungsschreibens
Mietluchs bietet verschiedene Formulierungsstile für das Mieterhöhungsverlangen – von einvernehmlich über sachlich bis bestimmt. So können Vermieter den Ton an ihr Mietverhältnis anpassen.
Kostenlose Ersteinschätzung mit persönlichem Vorschlag
Der Miet-Check ist ein kostenloses Anfrageformular auf Mietluchs.de. Vermieter geben PLZ, Wohnfläche und aktuelle Kaltmiete an – wir schätzen die mögliche Mieterhöhung ein und melden uns mit einem persönlichen Vorschlag per E-Mail.
Geführter Prozess mit anwaltlicher Verfassung des Mieterhöhungsverlangens
Der Assistent im Mietluchs-Dashboard führt Vermieter Schritt für Schritt durch Vorprüfung, Berechnung und Kommunikationsstrategie. Auf Basis der erfassten Angaben verfasst unser Fachanwalt das Mieterhöhungsschreiben individuell – inklusive Fristen-Tracking.
Formelles Schreiben des Vermieters an den Mieter
Das Mieterhöhungsverlangen ist die schriftliche Aufforderung des Vermieters, der Mieterhöhung zuzustimmen. Es muss die neue Miete, die Begründung und die Rechtsfolgen bei fehlender Zustimmung enthalten.
Begrenzung der Miete bei Neuvermietung
In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt darf die Miete bei Neuvermietung höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Die Mietpreisbremse betrifft Neuverträge, nicht laufende Mieterhöhungen bei Bestandsmietern.
Übersicht über ortsübliche Mieten
Ein Mietspiegel ist eine Darstellung der ortsüblichen Vergleichsmieten für Wohnungen in einer Gemeinde. Er dient Vermietern und Mietern als Orientierung und kann als Begründung für Mieterhöhungen herangezogen werden.
Mieterhöhung nach energetischer oder baulicher Modernisierung
Hat der Vermieter die Wohnung modernisiert, darf er einen Teil der Kosten auf die Miete umlegen. Modernisierungsumlagen folgen eigenen Regeln und sind von Vergleichsmietenerhöhungen nach § 558 BGB zu unterscheiden.
Grundmiete ohne Nebenkosten und Heizung
Die Nettokaltmiete (auch Grundmiete) ist der Betrag, den der Mieter für die Überlassung der Wohnung zahlt – ohne Betriebskosten, Heizkosten oder andere Nebenkosten. Mieterhöhungen nach § 558 BGB beziehen sich auf diese Kaltmiete.
Referenzmiete für vergleichbare Wohnungen am Ort
Die ortsübliche Vergleichsmiete ist die Miete, die für eine Wohnung mit vergleichbarer Lage, Größe, Ausstattung und Baujahr in der Umgebung üblicherweise gezahlt wird. Sie ist die Obergrenze für Mieterhöhungen nach § 558 BGB.
Besonders geprüfter, verbindlicher Mietspiegel
Ein qualifizierter Mietspiegel erfüllt besondere Anforderungen an Methodik und Aktualität und wird von der Kommune anerkannt. Er kann als alleinige Begründung für ein Mieterhöhungsverlangen dienen und genießt vor Gericht ein höheres Gewicht als ein einfacher Mietspiegel.
Gutachten zur Ermittlung der Vergleichsmiete
Ein Sachverständigen-Gutachten kann die ortsübliche Vergleichsmiete belegen, wenn weder ein qualifizierter Mietspiegel noch ausreichend Vergleichswohnungen zur Verfügung stehen. Es muss die Vergleichbarkeit der Wohnung nachvollziehbar darstellen.
Vertraglich festgelegte Mietsteigerungen
Bei einer Staffelmiete sind Erhöhungen bereits im Mietvertrag in festen Stufen vereinbart. Zusätzliche Mieterhöhungen nach § 558 BGB sind während der Staffellaufzeit in der Regel ausgeschlossen.
Mietvertrag ohne festes Enddatum
Bei einem unbefristeten Mietvertrag läuft das Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit und kann nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen gekündigt werden. Mieterhöhungen nach § 558 BGB (Vergleichsmiete) sind grundsätzlich nur bei unbefristeten Wohnraummietverträgen möglich.
Maß für die allgemeine Preisentwicklung
Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die Entwicklung der Lebenshaltungskosten in Deutschland und wird monatlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Bei Indexmietverträgen dient er als Bezugsgröße für vertraglich vereinbarte Mietanpassungen.
Referenzwohnungen zur Ermittlung der Vergleichsmiete
Vergleichswohnungen sind mindestens drei vergleichbare Wohnungen in der näheren Umgebung, deren Mieten als Begründung für eine Mieterhöhung herangezogen werden können, wenn kein qualifizierter Mietspiegel vorliegt.
Ein Mieterhöhungsfall in Mietluchs
Ein Vorgang bündelt alle Informationen zu einer konkreten Mieterhöhung: Objekt, Mieter, berechnete Miete, Status (Entwurf, versendet, zugestimmt usw.) und anstehende Fristen.
Erster Schritt im Mieterhöhungs-Assistenten
Die Vorprüfung in Mietluchs prüft, ob die wichtigsten Voraussetzungen für eine Mieterhöhung nach § 558 BGB vorliegen – etwa unbefristeter Mietvertrag, Einhaltung der 15-Monats-Frist und grundsätzliche Zustimmungspflichtigkeit.
Kaltmiete plus Heiz- und Betriebskosten
Die Warmmiete ist die Summe aus Nettokaltmiete und den monatlichen Vorauszahlungen für Heizung und Betriebskosten. Mieterhöhungen nach § 558 BGB betreffen ausschließlich die Kaltmiete – eine Erhöhung der Warmmiete kann daher geringer ausfallen als die Kaltmietenerhöhung.
Ausdrückliche Ablehnung der Mieterhöhung
Der Mieter kann der Mieterhöhung innerhalb der Zustimmungsfrist ausdrücklich widersprechen. Ein Widerspruch verhindert die fiktive Zustimmung. Der Vermieter kann dann prüfen, ob er das Verlangen korrigiert oder eine Zustimmungsklage einreicht.
Zeitpunkt, ab dem die neue Miete gilt
Das Wirkungsdatum ist der Monat, ab dem die erhöhte Miete gezahlt werden soll. Es muss mindestens der übernächste Monat nach Zustimmung des Mieters sein – oder nach fiktiver Zustimmung ab Ablauf der Zustimmungsfrist.
Größe der Wohnung in Quadratmetern
Die Wohnfläche beschreibt die nutzbare Fläche der Wohnung, in der Regel nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV). Sie ist ein zentrales Merkmal bei der Ermittlung der Vergleichsmiete, da Mietspiegel und Vergleichswohnungen meist auf den Quadratmeterpreis bezogen werden.
Qualität der Lage einer Wohnung
Die Wohnlage beschreibt, wie attraktiv die Umgebung einer Wohnung ist – etwa Lärmbelastung, Infrastruktur, Grünflächen und Nachbarschaft. Sie ist ein wesentliches Merkmal bei der Ermittlung der Vergleichsmiete.
Mietvertrag mit festem Enddatum
Ein Zeitmietvertrag endet zu einem vereinbarten Termin, ohne dass eine Kündigung erforderlich ist. Während der vereinbarten Laufzeit sind Mieterhöhungen nach § 558 BGB in der Regel ausgeschlossen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
Zeitraum, in dem der Mieter reagieren muss
Der Mieter muss spätestens bis zum Ablauf des zweiten Kalendermonats nach Zugang des Mieterhöhungsverlangens erklären, ob er zustimmt. Erfolgt keine Erklärung, gilt die Zustimmung als erteilt.
Gerichtliches Verfahren bei fehlender Zustimmung
Widerspricht der Mieter der Mieterhöhung oder kommt keine Einigung zustande, kann der Vermieter eine Zustimmungsklage beim Amtsgericht erheben. Das Gericht prüft, ob das Mieterhöhungsverlangen formell und materiell wirksam ist.
Dieses Glossar dient der allgemeinen Information. Für die Verfassung Ihres Mieterhöhungsschreibens steht Ihnen unser Fachanwalt zur Verfügung.